Freitag, 6. Februar 2015

Des muasst feiern



Eiki wartet des Nächtens vor einem Lokal auf eine Freundin. Neben ihr ein telefonierender Mann mit leichtem Damenspitz.

Mann (ins Telefon): „Na des is des Lokal wo ma bei da Sponsi worn. Erinnerst di?“ Kurze Pause. „Jo, des mit den 10er Sets Stamperln… Najo, i bin scho gonz guad dabei.“

Blondine im mini Mini möchte das Lokal betreten und sieht den Mann.

Blondine: „Hiiiiiiiiiiii!“ (Kurzer Tinitus bei Eiki)
Mann (ins Telefon): „Wort kurz.“ (zur Blondine) „Hello Mausekatze! Heeeheee.“ (Bussi links, Bussi rechts) „Fesch bist! I telefonier nur kurz mim Charly, donn kum i glei!“
Mann hält ihr die Tür auf, Blondine geht rein.
Mann (ins Telefon): „So… Wo wor ma? …. Ah jo! Jo und de hom hoid gsogt zu mir, waaßt eh, an 30er muasst feiern. Do kummst ned umadum.“

Brünette Lady in Riesenhighheels nähert sich dem Lokal und entdeckt den Mann.

Brünette Lady: „Uuuuuh! Haaaallooo duuuuuuuuuu!“ (Eiki überlegt kurz, ob sie Ohropax dabei hat)
Mann (ins Telefon): „Wort kurz.“ (zur brünetten Lady) „Schaaatzi!!! Do gfrei i mi oba, doss du do bist!“ (Bussi links, Bussi rechts) „Fesch bist! I bin glei fertig. Geh derweil rein!“
Mann hält ihr die Tür auf, brünette Lady geht rein.
Mann (ins Telefon):  „So… sorry, bin wieda do…“

Zwei junge Damen – eine im Leoparden-Look, eine im Leder-Look – kommen zum Lokal und begrüßen den Mann.

Leo + Leder (unisono): „Na haaaalllooooo!“ (Eiki wutzelt ein Taschentuch-Futzerl zu einem Ohrstöpsel)
Mann (ins Telefon): „Charly, sorry, wort kurz“ (zu den Damen) „LADIES! Na ihr seid’s fesche Schnecken!“ (Bussis links, Bussis rechts) „Geht’s ruhig daweil rein, i kumm glei!“

Ladies gehen ins Lokal.

Mann (ins Telefon): „Oida, i sog’s da. Leicht hob i’s a ned.“ (Kurze Pause) „Vier sans. Jo wonnst wüst kum hoid a…. Owa drei ghern mir! Guad bis glei.“ (Legt auf)

Mann: „Oaschloch.“

© Eiki

Montag, 26. Januar 2015

Zurück in die Zukunft



Freitag – 23.01. 2015. Eine 25-Jährige Dame stürmt im Pyjama in die Arztpraxis.

Sprechstundenhilfe: „Guten Tag. Was kann ich für Sie tun?“
Pyjama-Lady: „Ich hätt vor 15min einen Termin gehabt, aber ich bin zu spät. Ich hab eh ein SMS geschickt, dass ich zu spät komm.“

Sprechstundenhilfe (schaut aufs Telefon): „Aha, auf unserem Telefon ist aber nichts gekommen.“
Pyjama-Lady: „Ich hab aber sicher ein SMS gschickt! Es war ein Unfall und deshalb bin ich zu spät.“
Sprechstundenhilfe: „Aha, okay. Na geben Sie mir mal die E-Card.“

Sprechstundenhilfe: „Okay… Also ich seh Sie da nicht im System. Sind Sie sicher, dass Ihr Termin heute ist?“
Pyjama-Lady (zückt ihr Handy): „Ja, da im Kalender hab ichs mir so notiert.“ (tippt herum) „Da! 22. Jänner um 10h30.“

Sprechstundenhilfe (schaut auf den Kalender): „Heut ist aber der 23. Jänner.“
Pyjama-Lady: „Das kann nicht sein.“
Sprechstundenhilfe (hält ihr den Kalender hin): „Da, schauen Sie.“
Pyjama-Lady: „Der Kalender is falsch.“
Sprechstundenhilfe: „Was heißt der is falsch?“
Pyjama-Lady: „Weil auf meinem Handy der 22. angezeigt wird. Und mein Handy is ja nicht deppat!“

Sprechstundenhilfe: „Naja, was soll ich sagen? Soll ich das Datum googeln?“ (tippt am Computer herum) „Da, bitte. 23. Jänner!“
Pyjama-Lady: „Na, wenn Sie genau nach 23. Jänner suchen, is das ja eh klar.“
Sprechstundenhilfe: „Ich hab nach aktuelles Datum gegoogelt. Da läuft sogar die Weltuhr mit!“
Pyjama-Lady: „Das beweist nichts, Google kann sich auch irren.“

Sprechstundenhilfe schaut verzweifelt ins Wartezimmer hinein.

Wartender Mann: „Heut ist wirklich der 23. Jänner.“
Pyjama-Lady: „Ist das hier eine Verschwörung? Weil dann geh ich.“
Sprechstundenhilfe (kopfschüttelnd): „Neiiin, nur…“
Pyjama-Lady: „Na gut, egal. Dann komm ich einfach morgen wieder.“ (dreht sich um und geht)

Aaaha.

© Eiki

Montag, 12. Januar 2015

Rosenduft



Der Moment, wenn in einer vollgestopften U-Bahn urplötzlich ein seltsamer Geruch auftritt.

Eiki steht dicht gedrängt in der U3. Bei jedem ihrer Atemzüge bewegen sich die Resthaare des vor ihr in der Menschenmenge eingepressten alten Mannes. Plötzlich wird die Menge unruhig.

Kleines Kind (etwas entfernt von Eiki): „Boah, da feut’s. Mama, was is das?“
Mama: „Ich kann’s dir nicht sagen. Halt dich schön fest.“
Mann (daneben eingepresst): „Najo, auf jeden Foi is ka Rosenduft. So vü konn i sogn."

Eine nach Kohl riechende Wolke erreicht schließlich auch Eiki.

Älterer Herr (vor Eiki): „Na serwas, do hod wieda ana an Schaas lossen.“

Menge lacht.

Kleines Kind: „Mama, was is ein Schaas?“
Mama (verlegen): „Öhm…“
Mann von vorhin: „Des is, wonn’s stinkt.“
Kleines Kind: „Aha.“

Kurzes Schweigen.

Mann: „Oba wos ma do fressen muass, doss ma sowas produziert, dätt mi scho interessiern!“
Älterer Herr: „Ma frogt si jo, ob des überhaupt jemois Lebensmittel worn…“
Mann: „Auf jeden Foi konn ma sogen, der Schaas wor ka Schaas!“

© Eiki

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Auto(in)correct



Rechtzeitig vor dem neuen Jahr wieder einmal ein paar Schmankerl aus 2014 zum Thema Autocorrect am Handy.

„bananen, toast, cola, wasser, bier. was soll ich noch alkes saufen?“

„sicher war ich bei den nachjustiert boys!“
„backstreet…“

„mein nackter visavis schaut immer so komisch aus dem fenster“

„bringst mir was mit? ich will schuld!“
„SCHOKO!“

„ich mag auch nach neudefinition, aber der flug wär mir zu weit“

„die bim is ur volatil, ich kann mich nicht mal umdrehen“

„bestellts für mich eine pizza mit nazi!“
„MAIS! Ich mein MAIS!“

„wann treff ma uns? geht 20h, das wär weniger aggressiv für mich“

„hast du nie david der klavier gschaut?“
„eklatanter!“
„KLABAUTER!!!! wtf handy“

„bei uns hat jetzt ein neuer schonende aufgemacht. voll gutes puffer! chop suey!“
„wieso schreibt mein handy chop suey richtig, aber nicht chinese oder buffet?“

„naja, da kann i nur sagn: wer mit steinen würgt, soll nicht im gasthaus sitzen“


…auch kein schlechtes Motto für den Silvesterabend! Happy New Year!

© Eiki

Montag, 22. Dezember 2014

Wissenswertes zum Marihuana-Kauf



Eiki steht mit einem Freund in der U-Bahn. Ein Mann steigt ein und stellt sich vis-à-vis hin.

Eiki (leise zum Freund): „Der Mann schaut genauso aus, wie der Herr Nachtmann vom Merkur.“ (Hier geht’s zur besagten Geschichte)

Herr Nachtmann (spricht mit triumphierender Stimme): „Diese Türen pfeifen wie ein schottisches Tuch! Ich wiederhole: SCHOTTISCHES TUCH!“

Eiki: „Es IS der Herr Nachtmann!“ (zückt das Unfasslich-Notizbuch)

Herr Nachtmann: „Wenn die Schotten die Entscheidung hätten und wählen könnten, würden sie sich zu Vorarlberg bekennen?“

(blickt fragend in die Runde)

„Ich sage JA! Das Bundesland Vorarlberg würde alle aufnehmen. Also die echten Vorarlberger zumindest.“

„Grotten wie in den Grotten!“

„Man muss wohl Vorarlberger sein, um das zu verstehen.“

Fremder Mann aus dem Hintergrund: „Hoid de Bappn!“

Herr Nachtmann: „Na passen Sie auf! Laut Landesrecht ist es den Vorarlbergern gestattet, Marihuana anzubauen. Es gibt natürlich auch eine Bundesgesetzgebung, aber das Landesrecht siegt!“

„Aufgrund meiner ärztlichen Schweigepflicht werde ich nichts erzählen. Also holen Sie sich was bei einem Marihuana Verkauf!“

„Und ich bitte Sie, es gibt ja mittlerweile auch im Internet Apotheken. Deshalb sage ich: MACHEN WIR EIN MARIHUANA LAND!“

(holt tief Luft)

„Brenner, Brenner, mach mich froh! Denn ich bin der Nikolo. Auf Wiedersehen und einen schönen Abend.“

© Eiki